Wander & Kulturreise

Wander- und Kulturreise

Die im Jahresprogramm angekündigte Wander- und Kulturreise in die Slowakei, mit dem Reiseunternehmen FRK-Tours, musste Corona bedingt leider ausfallen. Dieser Reiseanbieter hat nun in Zusammenarbeit mit Franz Buck in Weilheim für Oktober eine Alternative angeboten. Es handelt sich um eine Wander- und Kulturreise in das touristisch sehr interessante Südböhmen, die ein erster Schritt für viele aus den Beschränkungen der Corona Pandemie sein dürfte.

Termin ist von Sonntag, den 10. bis Freitag, den 15. Oktober 2021

Bei Interesse an einer Teilnahme kann bei Franz Buck eine Leistungsbeschreibung mit Angebot und den Reisebestimmungen angefordert werden.

Am einfachsten über die E-Mail-Adresse  ,

Stichwort „SAV-Böhmenreise“,

oder über Reisen & Radeln, Franz Buck, Carl-Benz-Str. 49, 73235 Weilheim,

Tel.: 07023 / 957084-0, Fax: 07023 / 957084-19

Anmeldeschluss ist der 13. August. Die Sitzordnung entspricht der Anmeldefolge.

Hutewald Boller Heide

„Hutewald Boller Heide“

Stellungnahme zur Projekterläuterung des Forstamtes Göppingen

 

Der Schwäbische Albverein verfolgt mit seinen Aktivitäten die Ziele Wandern, Natur und Heimat.

Aus diesem Grund beobachten wir die Planung „Hutewald“ (mit ca.3ha) auf der Boller Heide mit großem Interesse.

Die Landschaft unserer Heimat ist eine Kulturlandschaft. Sie ist neben natürlichen Gegebenheiten wie Bodenverhältnissen entstanden durch die Nutzung, die meist das Auskommen der Bevölkerung sichern musste. So entstanden z.B. bei uns im Raum wegen der mageren Böden die Streuobst-wiesen (Doppelnutzung Viehweide/ Obstertrag), die Wacholderheiden (noch schlechtere Böden, weite Entfernung zum Dorf/ Fleisch und Wollnutzung durch Schafe) und auch Hutewälder zur Schweinemast im Herbst. Um größte Hungersnöte abzufedern durften auch Rinder in Teile des Waldes getrieben werden.

Das Auskommen der Bevölkerung und deren Bedürfnisse haben sich nun grundlegend geändert. Das Bedürfnis nach „Natur“ und historisch geprägter Umgebung wird immer größer. Begriffe wie Streuobstwiese, Artenvielfalt,Wacholderheide, wilde Orchideen und auch Hutewälder rufen sofort positiv besetzte Bilder bei wohl jedem auf. Dies kommt dem Bedürfnis nach einer harmonischen Umgebung entgegen. Wobei jeder etwas andere Bilder und Vorstellungen in seinem Inneren hat und der Blick in die Vergangenheit sehr oft romantisch verklärt ist.

Die Coronakrise hat noch ein weiteres wichtiges Bedürfnis der Bevölkerung aufgezeigt und verdeutlicht: Viele Menschen suchen verstärkt nach einem Ort in der Natur, um sich mit Freunden und Familien zu treffen.

Bad Boll hat so einen Raum. Im Rathaus liegt ein Ortsplan für Gäste und Einwohner aus, da ist wörtlich der „Höhenpark Boller Heide“ eingezeichnet. Und das ist er auch. Die Boller Heide ist eine große parkartige Lichtung mit alten Bäumen, dazwischen verschlungene Wege, Freiflächen zum Lagern und Ballspielen, Grillstelle und Schutzhütte. Gewachsen ist dieser Ort aus einer Vieh/Waldweide, der den Bedürfnissen der Bevölkerung nach und nach auf natürliche Weise angepasst wurde. Das Gebiet ist Naherholungsraum, Wanderziel, Spielplatz und Picknickstelle mit der Einladung zum Verweilen.

Ein Hutewald könnte eine weitere Attraktion auf der Gemarkung Bad Boll darstellen, ähnlich dem Wildpark in Göppingen beim Krankenhaus.

Die Kulturbiotope Streuobstwiese und Heide (bei uns Wacholderheide) sind allgemein bekannt. Die Heide steht für einen extremen artenarmen Boden. Die ständige Beweidung hatte durch Verbiss das Aus für viele Arten bewirkt (siehe Lüneburger Heide). Der Stickstoffeintrag durch Dung ist für manche Arten wie Schlüsselblumen und Orchideen sehr ungünstig. Dass wir Wacholderheiden teilweise als artenreich erleben können liegt daran, dass diese Flurstücke nur durch durchziehende Schafherden im Frühjahr vor der Blüte und im Herbst nach dem Aussamen für wenige Tage beweidet werden, was auch oft eine zusätzliche Pflege nach sich zieht.

Eine Orientierung haben wir bei Wikipedia unter „Hutewald“ gefunden. Neben interessanten Ausführungen zur Geschichte ist hier erstaunlich, dass auf einer Fläche von 100 ha 16 bis 30 Rinder zur Beweidung in der Vegetationsperiode angegeben werden. Da jegliche Weidenutzung die krautige Vegetation zurück drängt, sind zwar Käfer und Baumschmetterlinge zu erwarten, aber keine Orchideen.  Zu diesen Punkten sollten die entsprechenden Naturschutz-organisationen gehört werden.

Auf der Nordalb bei Deggingen ist derzeit der nächstgelegene Hutewald auf    16 ha im Entstehen. Laut Internet soll eine regelmäßige Beweidung durch Schafe stattfinden. Hier ist also eine andere Art des Hutewaldes angedacht.

Nach der vorgestellten Planung ist die Boller Heide in ihrer jetzigen Form zu 80% nicht mehr nutzbar. Selbst wenn das Vieh wechselweise an unterschiedlichen Stellen steht, möchte niemand aus Hygienegründen auf einer Viehweide Picknick machen oder seine Kinder dort spielen lassen. Ein Platz, auf dem Vieh weidet hat immer Stellen, an denen es sich vermehrt aufhält. Dort liegt die Erde blank, purer Lehm. Andere Stellen werden gemieden, es wachsen höhere Gräser, Brennnesseln, zunehmend Brombeeren und Sträucher, die zusätzliche Pflege erfordern.

Bei einem Vororttermin am Samstag, den 13. März 2021 haben sich die Ausschuss-Mitglieder des Schwäbischen Albvereins einen Überblick zum Projekt „Hutewald Boller Heide“ verschafft.

Es ist für uns schwer vorstellbar, dass sich das angedachte Projekt so wie geplant sinnvoll und vor allem auf Dauer durchführen lässt ohne starke Beeinträchtigung der Freizeitmöglichkeiten.

Grundsätzlich unterstützen wir im nordöstlichen Bereich der Boller Heide die Durchforstung, um die Regeneration der verlorenen Flora und Fauna anzuregen. Die zusätzliche bessere Sicht auf die Dreikaiserberge ist eine weitere Bereicherung.

Bad Boll im März 2021

Rückblick4

Auf schmalen Pfaden um und auf die Teck

Bei allerbestem Herbstwetter konnten 18 Wanderfreunde des SAV Bad Boll endlich wieder losziehen. Mit Corona-Ausrüstung sollte auf schmalen Pfaden (Gänsemarsch!) für die Meisten noch unbekannte Teile der Teck erkundet werden.

Los ging es beim Parkplatz Hörnle, wo es bei herrlicher Aussicht auf dem Teck-Vorsprung, Informationen zur geologischen Entstehung des Albtraufs, des schwäbischenVulkans mit seinen „Pickeln“ und anderen Erscheinungen und Zeichen gab. Dann ging es hierzu auf meist unbekannten Wegen zur Erkundung rund um den Hohenbohl, vorbei vulkantypischen Quellen und verstreuten Kalkfelsen des alten Kraterrandes. Im alten Steinbruch sah man den Aufschluss eines Vulkanschlotes. Beim Abstecher auf den Hohenbohl genossen alle eine wunderbare und auch coronagerechte Aussicht beim „Zahbirschdle“.

Im zweiten Teil ging es im wieder im Gänsemarsch abseits der Besucherströme zur Veronikahöhle mit der traurigen Geschichte der Veronika Beutlin aus dem 14. Jahrhundert. Am Beutins-Loch vorbei (wie kommt der Name in das Buch Herr der Ringe?), über den Rücken der Teck, ging es zum ehemaligen Flugplätzle aus der Nazizeit. Ein Mitwanderer konnte hier einiges Wissen zusteuern. Am versteckt liegenden, fast vergessenen Herzogenbrünnele sagte uns ein Informationsschild, dass die einst wohl recht große gefasste Quelle schon zur Urnengräberzeit vor 3000 Jahren bekannt war. Woher man das weiß?? Auf Grund der starken Trockenheit und vieler eingetragener Blätter konnten wir kein Wasser  in der Quelle entdecken, obwohl sie einst die Menschen und bis zu 80 Stück Vieh auf der Teck versorgt hatte. So erfuhr mancher viel neues über die sonst gut bekannte Teck.

Auf der Burg fand die Tour bei Vesper, Kaffee und Kuchen einen harmonischen Ausklang.

Rückblick2

Klettersteig-Tour auf die Hanauer Hütte

Die Bergsportgruppe des SAV OG Bad Boll machte sich am 16. und 17. August auf ins Lechtal, um den Hanauer-Klettersteig zu gehen.

Zunächst ging es von Boden am Hantenjoch (1357 m) aus, über einen wunderschönen Zustieg, zur Hanauer Hütte (1922 m). Unser Lager erreichten wir nach 2 h Gehzeit und legten eine kurze Rast ein. Der Großteil der Gruppe machte sich anschließend auf den Weg zum Klettersteig, dessen Einstieg etwas unterhalb liegt und über eine imposante Felswand wieder zur Hütte führt.

Der Klettersteig teilt sich in eine leichtere Variante im Grad B/C, die zwischendurch eine aussichtsreiche Pausenbank bietet, und eine Variante bis Grad D, bei der man sich so eine Bank gerne wünscht. Highlights des Klettersteigs sind eine Seilbrücke sowie mehrere Kletterpassagen an senkrechten und überhängenden Felsbrocken und dem Rauschen des Gebirgsbachs, der sich unter uns durch den Fels schlängelt.

Ein erfrischendes Bad und eine Körper und Geist stärkende Verpflegung auf der Hütte glichen die mentalen und körperlichen Anstrengungen wieder aus. So gestärkt wurde kurzerhand beschlossen, das für den nächsten Vormittag angekündigte Gewitter zu umgehen. Die geplante Gipfeltour sollte vor dem Frühstück angegangen werden. Unter Leitung unseres Tourenführers Jonas Wörner starteten die Frühaufsteher (3.15) der Gruppe, um den Sonnenaufgang von der Kogelseespitze (2647 m) zu sehen. Von halb sechs an beobachteten wir die Morgendämmerung, wie die Wolken und umliegenden Berggipfel erst rötlich und dann golden schimmerten, bis sich um 6.30 Uhr die Sonne über einem Felsmassiv erhob. Wer es selbst erleben möchte sei auf die Sonnenaufgangswanderung im September verwiesen, Ankündigung folgt.

Der Abstieg zur Hanauer Hütte wurde durch die Aussicht auf das Hüttenfrühstück und heißen Kaffee zügig angegangen. Nach zwei Höhenpunkten waren wir mit dem Ausflug rund um zufrieden und traten bei einsetzendem Regen den Abstieg nach Boden an.

Wander & Kulturreise 2020

Wander- und Kulturreise 2020 ins Elbsandsteingebirge

Die Ortsgruppe Bad Boll des Schwäbischen Albvereins war in diesem Jahr im Elbsandsteingebirge unterwegs und hat abwechslungsreiche Tage erlebt. Die Anreise erfolgte über Königstein, wo die Gruppe die Festung besichtigte.  Anschließend ging es zum Kurort Gohrisch ins Parkhotel Margaretenhof, das als Standquartier diente und unseren Aufenthalt sehr zuvorkommend und freundlich gestaltete. Am nächsten Tag fuhren wir in das nahegelegene Tschechien. Im Nationalpark wanderten wir zum Prebischtor, weiter über den Gabrielensteig zur Wilde Klamm und Edmunds Klamm. Zwei Abschnitte konnten nur mit dem Kahn zurückgelegt werden. An den folgenden Tagen standen die Stadtbesichtigung in Dresden und in Pirna auf dem Programm, sowie der Besuch von Schloss Pillnitz mit seinem weitläufigen Park und zahlreichen botanischen Besonderheiten und dem Besuch von Jagdschloss Moritzburg. Am vorletzten Tag wanderte die Gruppe am Hohen Schneeberg, der höchsten Erhebung des Elbsandsteingebirges, und in den Tyssaer Wänden, deren vielfältigen Felsformationen durch Erosion, Wind und Wasser entstanden sind. Vor der Rückreise besichtigten wir noch die Bastei mit ihrer exponierten Lage.

Diese Ausfahrt wurde von unserem Wanderkamerad Egon Wutzke mit viel Engagement so organisiert und den Corona-Verordnungen entsprechend durchgeführt, dass sie stattfinden konnte. Dafür bedanken wir uns recht herzlich.